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„Voluntary Simplifiers“ leben nachhaltiger dank bewusst reduzierten Konsums

Nach einer aktuellen repräsentativen Studie von Wissenschaftler*innen aus dem BMBF-Projekt „Strategien und Potenziale zur Initiierung und Förderung Nachhaltigen Konsums“ (SPIN) konsumieren 14,4 Prozent der erwachsenen deutschen Bevölkerung bewusst deutlich weniger, als sie sich finanziell leisten könnten. Hierbei handelt es sich um Personen, die international als Voluntary Simplifiers (freiwillig Genügsame) bezeichnet werden.

Schulessen: Ein Viertel landet in der Tonne!

Veröffentlichungsdatum: 
26.01.2017
Rund 25 % der in Schulkantinen und -mensen zubereiteten Speisen werden nicht gegessen, sondern landen als Lebensmittelabfälle in der Tonne. Das ist ein Teilergebnis aus dem Forschungsprojekt REFOWAS (REduce FOod WASte), das vom Thünen-Institut, der Universität Stuttgart, dem Max Rubner-Institut und der Verbraucherzentrale NRW gemeinsam durchgeführt wird. Durch Maßnahmen im Küchenprozess und Engagement von Schulleitungen, Caterern, Schulküchen sowie Schülerinnen und Schülern können Abfälle reduziert werden.

Fallstudie: "Vermeidung von Lebensmittelabfällen in der Verpflegung von Ganztagsschulen

Arbeitspapier/Bericht

Im Rahmen des Projektes wurden in elf Ganztagsschulen, an insgesamt 110 Verpflegungstagen, systematisch Lebensmittelabfälle erhoben. Die durchschnittlichen Lebensmittelabfälle über alle Schulen betragen 25 Prozent der Produktionsmengen. Die Bandbreite der Abfallquoten liegt bei den untersuchten Schulen zwischen 7 und 46 Prozent. Die Gesamtabfallmenge der bundesdeutschen Ganztagsschulen liegt bei rund 29.000t. Der Wert dieser Abfälle beträgt rund 60 Mio. Euro im Jahr.

Workshop: „E-Food als Geschäftsmodell für mehr Nachhaltigkeit“

25. Januar 2017
Am 25.01.17 findet in Witten der ILoNa Open Innovation Workshop statt: „E-Food als Geschäftsmodell für mehr Nachhaltigkeit“. Die Anmeldefrist ist der 18.01.17.

Besser essen: Wie sich Lebensmittelabfälle in Schulen vermeiden lassen

Veröffentlichungsdatum: 
31.10.2016
Etwa ein Viertel des Essens, das für die Mensen deutscher Schulen produziert wird, landet im Müll. Dieser Befund ist eines der Ergebnisse der ersten Erhebung des Projekts "Wege zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen" (ReFoWas = Reduce Food Waste).

Projekt ILoNa startet Innovationsplattform

Veröffentlichungsdatum: 
31.10.2016

Zu nachhaltigen Konsum gehört auch der Bereich Logistik: Welche Wege legt beispielsweise ein Joghurt zurück, und sind manche davon vielleicht vermeidbar? Das Projekt „Innovative Logistik für Nachhaltige Lebensstile“ (ILoNa) setzt sich mit der Frage auseinander, wie Akteure entlang der gesamten Logistikkette bis hin zum Verbraucher dazu beitragen können, dass Dienstleistungen aus dem Bereich Logistik nachhaltiger werden. Eine von ILoNa aufgesetzte Innovationsplattform, die im Oktober 2016 eröffnet wurde, will beteiligte Akteure besser miteinander vernetzen.

Unternehmen nutzen Nachhaltigkeitsideen von Mitarbeitenden bislang nicht ausreichend aus

Veröffentlichungsdatum: 
28.10.2016
Erste Ergebnisse einer Bestandsaufnahme des Projekts "IMKoN – Integration von Mitarbeitern als Konsumenten in Nachhaltigkeitsinnovationsprozesse" zeigen, dass Innovationen, die von an Nachhaltigkeit interessierten Mitarbeitenden angestoßen werden, bislang eher zufällig entstehen oder Ausnahmen sind. Dabei könnten solche „Nachhaltigkeitsexpertinnen“ zum Wettbewerbsvorteil für Unternehmen werden.

Schädliche Inhaltstoffe – nein danke! App ToxFox führt zu verändertem Verbraucherverhalten

Veröffentlichungsdatum: 
26.10.2016
Im Sommer 2016 hat das Projekt KInChem eine Umfrage unter 7300 Personen durchgeführt, die die App ToxFox nutzen oder zumindest kennen. Die vom BUND im Jahr 2013 gestartete kostenlose App informiert NutzerInnen über schädliche Inhaltsstoffe, beispielsweise in Kosmetika, und wurde bereits über 1.000.000 Mal heruntergeladen. Wie die WissenschaftlerInnen herausfanden, hat die App erhebliche Auswirkungen auf das Konsumverhalten der NutzerInnen.

SPIN-Projekt testet neues Instrument zur Messung nachhaltigen Konsums: Verfügbarkeit und Preis von Produkten spielen wichtige Rolle

Veröffentlichungsdatum: 
26.10.2016
Nachhaltigkeit ist ein Attribut, mit dem heute viele Hersteller ihre Produkte bewerben – doch inwieweit beeinflusst dieses Kriterium die VerbraucherInnen tatsächlich beim Einkauf? Um nachhaltigen Konsum besser messen zu können, haben die wissenschaftlichen Partner des Projekts „Strategien und Potenziale zur Initiierung und Förderung Nachhaltigen Konsums“ (SPIN) ein neues Messinstrument entwickelt und gemeinsam mit dem GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) Verein getestet.

Aktuelle Studie bietet repräsentatives Meinungsbild zu Biokunststoffen

Veröffentlichungsdatum: 
26.10.2016
Manche nachhaltigen Konsumgüter haben ein Image-Problem – zum Beispiel Biokunststoffe, die äußerlich auf den ersten Blick meist nicht von Plastik zu unterscheiden sind. Das Projekt "Neue Wege, Strategien, Geschäfts- und Kommunikationsmodelle für Biokunststoffe als Baustein einer Nachhaltigen Wirtschaft" (BiNa) entwirft nun auf Basis einer im Juni/Juli 2016 durchgeführten Online-Befragung ein repräsentatives Meinungsbild zum Thema Biokunststoffe.

Umweltinnovationen und ihre Diffusion als Treiber der Green Economy

Veröffentlichungsdatum: 
12.09.2016

Für die Transformation zur Green Economy sind Umweltinnovationen in verschiedensten Branchen erforderlich. Diese Innovationen spielen eine Schlüsselrolle, um ambitionierte Umweltziele zu erreichen und sind zugleich ein wesentlicher Faktor, um die sehr gute internationale Wettbewerbsposition Deutschlands in Bereichen des Umweltschutzes zu halten. Daher ist es eine wichtige umweltpolitische Aufgabe, die grüne Innovationstätigkeit zu fördern.

Hierzu führt das Borderstep-Institut, Teilvorhabens-Koordinator im NaWi-Projekt Evolution2Green, ein Forschungsvorhaben für das Umweltbundesamt durch.

Befragung von VerbraucherInnen zu Konsumverhalten und Risikowahrnehmung bezüglich problematischer Inhaltsstoffe

Veröffentlichungsdatum: 
15.06.2016

Eines der zentralen Ziele des Projektes KinChem ist es herauszufinden, wie vorhandene Informationen zu problematischen Stoff- und Produkteigenschaften für den Verbraucher erschlossen werden können. In diesem Zusammenhang kooperiert das Projekt mit dem Praxispartner BUND für eine eine quantitative Befragung von Nutzern der Smartphone-App "ToxFox" des BUND.

Sharing Economy zwischen Gemeinwohl & Gewinn - Neue Herausforderungen für Zivilgesellschaft, Wirtschaft & Politik

15. Juni 2016

Sharing boomt. Innovative Tausch-, Verleih- oder Mietkonzepte sind Ausdruck einer neuen Ökonomie des Teilens. Durch Onlineplattformen hat sich die Anzahl der Marktteilnehmer rasant vergrößert. Dabei bewegen sich die Konzepte von sozial orientierten Plattformen bis hin zu gewinnorientierten globalen Unternehmen, die mit verschiedenen Geschäfts- und Erlösmodellen eine neue Marktmacht innerhalb Sharing Economy aufgebaut haben.

Slow Fashion (InNaBe)

Jan 2015 bis Dez 2017

Nachhaltigkeit wird für viele Konsumentinnen und Konsumenten zu einem immer wichtigeren Auswahlkriterium. Nicht nur in den Bereichen Mobilität und Ernährung, sondern auch im Handlungsfeld ‘Bekleidung‘ achten die Kundinnen und Kunden verstärkt auf eine umwelt- und sozialverträgliche, ressourceneffiziente Produktion. Damit ist das Potenzial für mehr Nachhaltigkeit allerdings noch nicht ausgeschöpft: Steigern lässt sich dieses zusätzlich durch eine gleichzeitige Absenkung des Konsumniveaus, eine Verringerung des Massendurchsatzes von Kleidung und eine damit verbundene Verlängerung der Nutzungsphase (‘Slow Fashion‘).

Transparenz und Transformation in der regionalen Ernährungswirtschaft. Kollaborative Ansätze für mehr Nachhaltigkeit vom Rohstoff bis zum Endkonsumenten (Transkoll)

Apr 2015 bis Mär 2018

Ziel des Projekts ist die Entwicklung und Überprüfung einer Toolbox von Instrumenten und Methoden für kleinere und mittlere Unternehmen (KMUs), um Nachhaltigkeit in der gesamten Lebensmittelkette strategisch zu integrieren. Vor diesem Hintergrund wollen wir zudem neue Erkenntnisse über nachhaltige Handlungsmotive und über strukturelle und psychologische Barrieren sowohl im Handeln der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der KMUs als auch in den Geschäftsbeziehungen zwischen den Unternehmen identifizieren. Weiterhin ermitteln wir, wie Transparenz vom Rohstoff bis zum Konsumenten hergestellt und inwieweit der mangelnden Informationsbereitschaft von Konsumenten entgegengewirkt werden kann.

Gestaltungsmodell für sozialökologische Transformationsprozesse in der Praxis: Entwicklung und Erprobung in drei Anwendungsfeldern (Trafo 3.0)

Apr 2015 bis Mär 2018

Das übergeordnete Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung und Erprobung eines Modells und die Erstellung eines als E-Book vorgesehen Handbuchs zur Initiierung und aktiven Gestaltung von sozial-ökologischen Transformationsprozessen in der gesellschaftlichen und unternehmerischen Praxis.

Strategien und Potenziale zur Initiierung und Förderung Nachhaltigen Konsums (SPIN)

Feb 2015 bis Jan 2018

Das Projekt stellt sich die Aufgabe, nachhaltiges Konsumentenverhalten zu analysieren und zu verstehen. Aus diesem differenzierten Verständnis sollen konkrete Empfehlungen zur Förderung nachhaltiger Konsumstile für die Wirtschaft und die Verbraucherpolitik abgeleitet werden. Dazu bedarf es belastbarer, insbesondere empirisch gesicherter Erkenntnisse über das Nachhaltigkeitsbewusstsein von Konsumentinnen und Konsumenten. Als Messinstrument wird die speziell zu diesem Zweck konzipierte Consciousness for Sustainable Consumption (CSC)-Skala an einem für Deutschland repräsentativen Datensatz eingesetzt, um das erforderliche Wissen zum nachhaltigen Konsum zu gewinnen.

Wege zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen (Refowas)

Mai 2015 bis Mai 2018

Laut einer Schätzung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) werden jährlich rund ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel nicht für die menschliche Ernährung genutzt. Nachhaltige Entwicklung hin zu einer ´Green Economy´ setzt jedoch in erster Linie eine effiziente Nutzung von Ressourcen voraus. Lebensmittelabfälle verursachen aber sowohl bei der Produktion als auch bei deren Entsorgung Umweltbelastungen. Eine Reduktion dieser Abfälle kann daher in erheblichem Maße dazu beitragen, die mit Lebensmittelerzeugung und -konsum verbundenen Umwelt- und Ressourcenansprüche sowie Emissionen zu senken. Ziel des Projekts ist es, den Agrar- und Ernährungssektor entlang seiner Wertschöpfungsketten hinsichtlich der Entstehung von Lebensmittelabfällen und insbesondere des Anteils an vermeidbaren Abfällen zu analysieren. Darauf aufbauend wollen wir Strategien und Ansatzpunkte für Maßnahmen zur Abfallvermeidung bzw. -reduzierung identifizieren. Anhand von drei Fallbeispielen untersuchen wir Hemmnisse und Handlungsoptionen in der Praxis.

Nachhaltige Produktion und Verwendung von Zierpflanzen: verbrauchergeleitete Entwicklung neuer Verfahren und Produkte (ProKonZier)

Jan 2015 bis Dez 2017

In diesem interdisziplinär strukturierten Projekt werden Bewertungsmodelle auf Basis des Product Carbon Footprint (PCF) für die Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette von Zierpflanzen erarbeitet. Zudem werden in ethnografischen Studien erstmals detailliert die späteren Verwendungskontexte und Umweltbedingungen bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ergründet und darauf aufbauend in Anbauversuchen neue Produktionsverfahren für stressadaptierte Zierpflanzen getestet. In Zusammenarbeit mit Partnern aus Produktion und Einzelhandel entstehen nachhaltige Produktkonzepte, deren Akzeptanz in einer Verbraucherstudie untersucht wird. Durch die ins Projekt eingebundenen Unternehmen können die Erkenntnisse unmittelbar in die Praxis umgesetzt werden.

Internetgestützte Geschäftsmodelle für gemeinschaftlichen Konsum als Beitrag zum nachhaltigen Wirtschaften (PeerSharing)

Feb 2015 bis Jan 2018

Seit einigen Jahren zeigen kollaborative Formen des Konsums eine gewaltige Dynamik. Das zeigt sich in einer vermehrten Anzahl von Angeboten, wie beispielsweise dem Carsharing. Bei diesen Modellen steht nicht mehr der Besitz von, sondern der Zugang zu Produkten im Vordergrund. Wichtige Treiber sind das mobile Internet und digitale Netzwerke. Aber auch gesellschaftliche Wandlungsprozesse wie etwa das pragmatischere Verhältnis zum Gütereigentum begünstigen diese Entwicklung. Eine konkrete Ausprägung des kollaborativen Konsums ist das Peer-to-Peer Sharing – der über eine innovative Internetplattform vermittelte Verleih, Weiterverkauf oder Tausch von Produkten zwischen Privatpersonen. Noch ist dieser Ansatz ein Nischenphänomen, in einigen Bereichen hat er jedoch schon große Teile von Wirtschaft und Gesellschaft erfasst. Doch welchen Beitrag kann der geteilte Konsum zum Schutz natürlicher Ressourcen leisten? Welches soziale Potenzial hat Sharing, und welche unerwünschten Nebeneffekte hat die Verbreitung dieser neuen Geschäftsmodelle? Unter welchen Bedingungen kann Sharing sozial-ökologischen Wandel befördern? Antworten auf diese Fragen werden im Forschungsprojekt „PeerSharing“ erarbeitet.

Ein Multi-Stakeholder-Prozess zur Entwicklung eines Systems zur Standardsetzung (NamiRo)

Jan 2015 bis Dez 2017

Ziel des Projektes ist es, ein Standardsetzungssystem zur Darstellung und Prüfung von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Gewinnung und Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen zu entwickeln sowie dessen Machbarkeit und Akzeptanz zu prüfen. Dabei sollen insbesondere die Auswirkungen und Chancen für die beteiligten Akteure untersucht werden. Dazu zählen auf der einen Seite zum Beispiel Bergbauunternehmen in Deutschland, die verarbeitende Industrie sowie Finanzunternehmen und Anleger mit Interesse an nachhaltigen Geldanlagen, auf der anderen Seite aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher.

Entwicklung, Erprobung und Verbreitung von Konzepten zum nachhaltigen Produzieren und Konsumieren in der Außer-Haus-Verpflegung (NAH_Gast)

Mär 2015 bis Feb 2018

Das Mittagessen in der Kantine oder der schnelle Imbiss auf dem Heimweg gehören mittlerweile bei vielen Menschen zum Alltag – aufgrund komplexer Lebens- und Arbeitsbedingungen fehlt ihnen schlicht die Zeit für das Kochen zu Hause. Nachhaltiges und gesundes Essen gibt es mittlerweile auch außer Haus: Dank Innovationen im Speisenangebot, bei der Preisgestaltung und Kennzeichnung sowie bei den Darbietungsformen haben Konsumentinnen und Konsumenten leichten Zugang zu preislich angemessenen, attraktiven und genussreichen Speisen, die ihrem gesundheitsorientierten und nachhaltigen Lebensstil entsprechen.

Sie können darauf vertrauen, dass die Nahrungsmittel entsprechend klar definierter ökologischer und sozialer Anforderungen hergestellt wurden, einen hohen Gesundheitswert haben und sich so für einen nachhaltigen und gesunden Lebensstil optimal eignen. Unternehmen der Außer-Haus-Gastronomie (AHG) arbeiten, basierend auf der großen Nachfrage und den sich ändernden Konsumstilen, kontinuierlich an nachhaltigeren und gesünderen Speisenangeboten und entwickeln diese eng an den Kundenbedürfnissen orientiert und im Dialog mit den Kundinnen und Kunden weiter.

Das Verbundprojekt zielt auf die Initiierung und Verbreitung von Transformationsprozessen zum nachhaltigen Produzieren und Konsumieren in der Außer-Haus-Gastronomie.

Nachhaltiger Konsum und Bewirtschaftung von Meeresfischen (KoBeFisch)

Nov 2014 bis Mär 2018

KoBeFisch geht von der Hypothese aus, dass die bisherigen Verantwortungsstrukturen in der Fischerei Ursache dafür sind, dass die europäische Fischereipolitik es bis in die jüngste Vergangenheit nicht geschafft hat, die Überfischung wirksam zu verhindern. Im gegenwärtigen Fischereimanagement der Europäischen Union tragen allein staatliche Akteure eine wesentliche Verantwortung für Nachhaltigkeit. So legt der Ministerrat der Europäischen Union zahlreiche Regulierungen der Fischerei und insbesondere Fangquoten fest. Fischer und Fischkonsumenten hingegen haben praktisch kaum eine Möglichkeit, Fangmengen und damit die Bewirtschaftung der Bestände in Richtung von mehr Nachhaltigkeit zu beeinflussen. In KoBeFisch werden Alternativen untersucht und neu entwickelt, wie staatliche und nicht-staatliche Akteure gemeinsam mehr Verantwortung für Nachhaltigkeit tragen können. Im Mittelpunkt der Analyse stehen dabei – neben den staatlichen Akteuren auf verschiedenen Ebenen – die Konsumenten von Fisch und die Fischer, insbesondere die handwerklichen Küstenfischer.

Konsumverhalten und Innovationen zur nachhaltigen Chemie am Beispiel von Produkten mit problematischen Inhaltsstoffen (KInChem)

Apr 2015 bis Mär 2018

 Laut der 2007 in Kraft getretenen EU-Chemikalien-Verordnung REACH hat die Industrie sicherzustellen, dass Chemikalien nur auf den Markt gelangen, wenn sie „die menschliche Gesundheit und die Umwelt nicht nachteilig beeinflussen“. Will man diese Ziele erreichen, ergeben sich Herausforderungen aus der Vielzahl existierender „problematischer“ Stoffe mit (öko)toxischem Gefährdungspotenzial sowie möglicher Stoff-Produkt-Kombinationen. Die Möglichkeiten staatlicher Akteure, generelle Verbote und Beschränkungen auszusprechen, reichen für die Zielerfüllung alleine nicht aus. Oft wissen Konsumentinnen und Konsumenten nicht, welche problematischen Stoffe in Produkten verarbeitet werden. Eine zielführende Handlungsalternative kann also darin bestehen, die Transparenz bezüglich problematischer Inhaltsstoffe von Produkten zu steigern. Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Kaufverhalten verstärkt danach ausrichten, welche Stoffe in rodukten wie Kosmetika, Textilien, Möbel etc. enthalten sind, reagiert der Handel, indem er sein Angebot anpasst. Daraus entstehen Impulse, die vom Endverbraucher ausgehend entlang der Wertschöpfungskette Anreize zum Austausch von problematischen Stoffen bei den Produkten und auch bei den Stoffproduzenten freisetzen. Darüber hinaus werden gesellschaftliche Such- und Lernprozesse in Gang gesetzt. Das erwähnte Anreizsystem kann sich nur dann voll entfalten, wenn ein „Brückenschlag“ vollzogen ist, der die aus wissenschaftlichen oder regulatorischen Kontexten stammenden Informationen zu problematischen Stoff- und Produkteigenschaften überhaupt erst für die Verbraucherinnen und Verbraucher erschließt. Zu diesem Zweck entwickelt das Vorhaben Lösungen.

Living Labs in der Green Economy: Realweltliche Innovationsräume für Nutzerintegration und Nachhaltigkeit (INNOLAB)

Mär 2015 bis Feb 2018

Das Leitbild der Green Economy stellt Investitionen in Nachhaltigkeitsinnovationen als Hebel für eine kohlenstoffarme, ressourceneffiziente und sozial inklusive Wirtschaft in den Vordergrund. Innovationsakteure stehen vor der Herausforderung, die steigende Dynamik und Komplexität gesellschaftlicher Veränderungen sowie des Innovationsgeschehens selbst zu adressieren. Living Labs sind Forschungs- und Innovationsplattformen, auf denen realweltliche Nutzungsvorgänge bereits in frühen Phasen des Innovationsprozesses "durchgespielt" werden können. Dadurch eröffnen sich Perspektiven für die Verbesserung der Marktakzeptanz, die Berücksichtigung von Rebound-Effekten sowie die Reduzierung von vermeidbarer Obsoleszenz.

Einer Living Lab-Infrastruktur in Deutschland wird ein großes Potenzial für die Entwicklung nachhaltiger Zukunftsmärkte zugeschrieben. Dementsprechend zielt das INNOLAB Projekt auf die Demonstration der Leistungskraft von Living Labs in der Green Economy ab. Unter Einbezug von Nutzerinnen und Nutzern sowie besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten (u.a. zu Rebound-Effekten und vermeidbarer Obsoleszenz) entwickeln und testen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in drei Living Labs (dem Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg, dem Innovative Retail Laboratory in Saarbrücken und den Praxlabs in Siegen) Assistenzsysteme für eine verbesserte Mensch-Technik-Interaktion in den drei Handlungsfeldern Mobilität, Wohnen und Einkaufen und konzipieren entsprechende Geschäftsmodelle. Zudem bauen die Projektpartner das nationale und internationale Netzwerk aus und entwickeln eine Roadmap zur Stärkung des Living Lab-Ansatzes im Forschungs- und Innovationssystem.

Innovative Logistik für Nachhaltige Lebensstile (ILoNa)

Mai 2015 bis Apr 2018

Lebensstile stehen in einem engen Zusammenhang mit modernen Logistikdienstleistungen. Sie werden entsprechend den Bedarfs- und Bereitstellungsmengen sowie -zeitpunkten von Gütern, Dienstleistungen und/oder Personen kontinuierlich erweitert und abgestimmt. Dabei sind zwei Seiten zu berücksichtigen: Auf der einen Seite die Bereiche der Produktion (im Unternehmen), des Transportes, des Umschlages und der Lagerung (durch Logistikdienstleister) und auf der anderen Seite die Bereiche des Konsums (durch Individuen) und der Entsorgung/Wiederverwertung.Im Vorhaben ILoNa sind zwei Fragestellungen von zentraler Bedeutung:

  1. Wie sollen innovative Logistikdienstleistungen gestaltet sein, damit sie sowohl sozioökologischen Anforderungen gerecht werden als auch nachhaltige Lebensstile von Konsumenten fördern und ermöglichen?
  2. Wie können Veränderungen auf der Konsumentenseite aussehen, um nachhaltige Logistikstrukturen zu unterstützen?

Der Handabdruck: Ein komplementäres Maß positiver Nachhaltigkeitswirkung von Produkten

Jun 2015 bis Mai 2018

Wenn alle Menschen auf unserem Planeten den Lebensstil der westlichen Industrieländer führen würden, benötigten wir dazu mehrere Erden. Diese Aussage beruht auf dem Prinzip des ökologischen Fußabdrucks. Dieser Ansatz versucht, negative ökologische Auswirkungen von Individuen, Organisationen oder Ländern zu erfassen und messbar zu machen.  Der Handabdruck verfolgt ein gegensätzliches Ziel: Mit Hilfe dieses innovativen und ganzheitlichen Ansatzes werden positive ökologische und soziale Nachhaltigkeitswirkungen von Produkten bewertbar, messbar und kommunizierbar gemacht sowie in ihrer sozialen Dimension in Betrachtung gezogen. Während der weit verbreitete Fußabdruck also metaphorisch eingesetzt wird, um eine negative Belastung darzustellen, symbolisiert der Handabdruck das positive, gestalterische Management und das gezielte Steuern hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Green Travel Transformation: Ein Modell für integrierte Transformationsprozesse zum nachhaltigen Wirtschaften im Tourismus

Mai 2015 bis Apr 2018

Das Projekt Green Travel Transformation nimmt das Gesamtsystem der Tourismuswirtschaft in den Blick, um Rahmenbedingungen setzen zu können, die eine deutliche Veränderung in Richtung Nachhaltigkeit erwirken können. Das Projektdesign ist zweistufig aufgebaut. Im ersten Schritt werden grundsätzliche Untersuchungen vorgenommen, die aufzeigen, welche Effizienz- und gegebenenfalls Reboundeffekte in der touristischen Leistungskette vom Produzenten (Reiseveranstalter) bis zum Konsumenten (Tourist) auftreten. In diesem Zusammenhang werden die Funktionen des gesamtwirtschaftlichen Systems der Tourismusindustrie in den Blick genommen, um Handlungsoptionen im Umgang mit Ressourcen sowie zur Aufrechterhaltung von systemrelevanten Dienstleistungen zu identifizieren. In einem zweiten Schritt geht es um eine konkrete Stakeholderadressierung. Im Fokus der Untersuchung stehen vor allem diejenigen Akteursebenen der Tourismuswirtschaft, die einen relevanten Beitrag für die Etablierung von Veränderungsprozessen in Richtung Nachhaltigkeit liefern können.

Evolution2Green - Transformationspfade zur Green Economy

Jun 2015 bis Mai 2018

Die Ziele dieses Projekts können in drei Punkten zusammengefasst werden: Wesentliche Transformationshemmnisse (Pfadabhängigkeiten) werden erstens in einem breiten Spektrum von 15 Problemfeldern analysiert und Schwachpunkte der in ihnen bisher dominierenden Instrumente und Lösungsansätze werden identifiziert. Zweitens ermittelt das Vorhaben neue problemübergreifende Lösungsansätze und bestimmt die Erfolgsbedingungen für Pfadwechsel in Richtung einer Green Economy. Drittens entwickelt das Vorhaben Roadmaps zur Transformation für ausgewählte Lösungsansätze sowie Strukturen und Inhalte einer Gesamtstrategie. Darauf aufbauend werden konkrete Umsetzungsmaßnahmen bestimmt. Das Projekt wird von adelphi gemeinsam mit dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung sowie dem Borderstep Institut durchgeführt.

Bildung für Nachhaltigen Konsum durch Achtsamkeitstraining (BiNKA)

Mär 2016 bis Feb 2018

Übergeordnetes Projektziel ist die Wirksamkeitsstärkung von Bildung für nachhaltigen Konsum. Aus wissenschaftlicher Perspektive geht es dabei um die Konzeptualisierung und Messung des Zusammenhanges zwischen Achtsamkeit und nachhaltigem Konsumverhalten. Praktische Voraussetzung dafür ist die Entwicklung und Durchführung eines Achtsamkeitstrainings zur Förderung nachhaltigen Konsums („BiNKA-Training“). Das Projekt soll zudem dazu beitragen, die bisher wenig erforschten Mechanismen von Achtsamkeit tiefer zu ergründen und ihr Potenzial als ein Ansatz von BNK sowie persönlicher und organisationaler Weiterentwicklung in Theorie und Praxis zu präzisieren.

Neue Wege, Strategien, Geschäfts- und Kommunikationsmodelle für Biokunststoffe als Baustein einer Nachhaltigen Wirtschaft (BiNa)

Apr 2015 bis Mär 2018

Der weitaus größte Teil der derzeit verwendeten Kunststoffe basiert auf fossilen Rohstoffen. Diese fossilen Ressourcen werden schneller konsumiert, als sie sich regenerieren können, sie sind also endlich. Vor diesem Hintergrund bilden auf nachwachsenden Rohstoffen basierende Biokunststoffe eine zukunftsweisende Alternative. Durch den Einsatz von Biokunststoffen besteht die Möglichkeit, sowohl fossile Ressourcen zu schonen als auch die Emission von klimarelevanten Gasen zu reduzieren. Doch sind Biokunststoffe in Herstellung, Nutzung und am Ende ihres "Lebensweges" wirklich nachhaltiger als ihre fossile Konkurrenz, und welche Problemstellungen ergeben sich z.B. bei der Nachhaltigkeitsbewertung? Welches ökologische Potenzial besteht durch die Kaskadennutzung? Wie ist der allgemeine Wissensstand zu Biokunststoffen, und wie bewertet die Bevölkerung deren Einsatz? Welche Informationsmittel sind wirksam, wenn es darum geht, das Thema verbrauchergerecht zu kommunizieren? Diese und weitere Fragen stehen im Fokus der Forschungsplattform BiNa.