hintergrundbild

Mineralische Rohstoffe nachhaltiger bewirtschaften

Veröffentlichungsdatum: 
20.06.2017

Das globale gesellschaftliche Interesse an der verantwortungsvollen Produktion mineralischer Rohstoffe wächst beständig. Wie verschiedene Nachhaltigkeitsanforderungen an die Bewirtschaftung mineralischer Rohstoffe aufeinander abgestimmt werden können, haben die Autorinnen der Studie „Sustainability Schemes for Mineral Resources: A Comparative Overview“ untersucht, die im Frühjahr 2017 erschienen ist. Die Studie ist im Kontext des NaWi-Projektes NamiRo entstanden.

„Wer einkauft, würde gerne Feedback geben – und zwar direkt am Supermarktregal“ - Interview zu „geplanter Obsoleszenz“

Veröffentlichungsdatum: 
19.05.2017
Porträt Stefan Schridde
Stefan Schridde, ARGE REGIO (Kooperationspartner im NaWi-Projekt INNOLAB) (c) Stefan Schridde

Vielen Produkten, die heute hergestellt, vertrieben und zu Konsumzwecken erworben werden, wohnt ein „geplantes Verfallsdatum“ inne: Fön oder Handmixer geben plötzlich den Geist auf, obwohl sie erst ein paar Jahre alt sind. Stefan Schridde nennt das „geplante Obsoleszenz“ oder kurz: Murks.

Evolution2Green: Publikation von Transformationsfeldstudien

Arbeitspapier/Bericht
Schema der Transformationsfeldanalysen in Modul 2

Transformationsfeldanalysen in Modul 2. Quelle: adelphi

Das Projekt Evolution2Green wird von adelphi gemeinsam mit dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und dem Borderstep Institut durchgeführt. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung thematisiert das Vorhaben Transformationspfade hin zu einer Green Economy und die Gestaltung von Pfadwechseln.

Projekt ILoNa startet Innovationsplattform

Veröffentlichungsdatum: 
31.10.2016

Zu nachhaltigen Konsum gehört auch der Bereich Logistik: Welche Wege legt beispielsweise ein Joghurt zurück, und sind manche davon vielleicht vermeidbar? Das Projekt „Innovative Logistik für Nachhaltige Lebensstile“ (ILoNa) setzt sich mit der Frage auseinander, wie Akteure entlang der gesamten Logistikkette bis hin zum Verbraucher dazu beitragen können, dass Dienstleistungen aus dem Bereich Logistik nachhaltiger werden. Eine von ILoNa aufgesetzte Innovationsplattform, die im Oktober 2016 eröffnet wurde, will beteiligte Akteure besser miteinander vernetzen.

Unternehmen nutzen Nachhaltigkeitsideen von Mitarbeitenden bislang nicht ausreichend aus

Veröffentlichungsdatum: 
28.10.2016
Erste Ergebnisse einer Bestandsaufnahme des Projekts "IMKoN – Integration von Mitarbeitern als Konsumenten in Nachhaltigkeitsinnovationsprozesse" zeigen, dass Innovationen, die von an Nachhaltigkeit interessierten Mitarbeitenden angestoßen werden, bislang eher zufällig entstehen oder Ausnahmen sind. Dabei könnten solche „Nachhaltigkeitsexpertinnen“ zum Wettbewerbsvorteil für Unternehmen werden.

Schädliche Inhaltstoffe – nein danke! App ToxFox führt zu verändertem Verbraucherverhalten

Veröffentlichungsdatum: 
26.10.2016
Im Sommer 2016 hat das Projekt KInChem eine Umfrage unter 7300 Personen durchgeführt, die die App ToxFox nutzen oder zumindest kennen. Die vom BUND im Jahr 2013 gestartete kostenlose App informiert NutzerInnen über schädliche Inhaltsstoffe, beispielsweise in Kosmetika, und wurde bereits über 1.000.000 Mal heruntergeladen. Wie die WissenschaftlerInnen herausfanden, hat die App erhebliche Auswirkungen auf das Konsumverhalten der NutzerInnen.

Aktuelle Studie bietet repräsentatives Meinungsbild zu Biokunststoffen

Veröffentlichungsdatum: 
26.10.2016
Manche nachhaltigen Konsumgüter haben ein Image-Problem – zum Beispiel Biokunststoffe, die äußerlich auf den ersten Blick meist nicht von Plastik zu unterscheiden sind. Das Projekt "Neue Wege, Strategien, Geschäfts- und Kommunikationsmodelle für Biokunststoffe als Baustein einer Nachhaltigen Wirtschaft" (BiNa) entwirft nun auf Basis einer im Juni/Juli 2016 durchgeführten Online-Befragung ein repräsentatives Meinungsbild zum Thema Biokunststoffe.

Sommerakademie "Industrial Ecology - Nachhaltig Wirtschaften mit der Natur als Vorbild"

10. September 2016 bis 14. September 2016

Die Vereinigung für ökologisches Wirtschaften (VÖW) und das deutsche Netzwerk Industrial Ecology veranstalten vom 10.-14. September eine Sommerakademie zum Thema "Nachhaltig Wirtschaften mit der Natur als Vorbild".

Namhafte WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen aus dem Bereich der Industrial Ecology werden sowohl theoretische Zugänge, als auch praktische Methoden und echte Fallbeispiele mit Praxispartnern diskutieren.

Workshop: Nachhaltigkeitsbewertung von Biokunststoffen im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Anwendung

12. Oktober 2016

Am 12. Oktober 2016 findet im Rahmen der Forschungsplattform „BiNa – Neue Wege, Strategien, Geschäfts- und Kommunikationsmodelle für Biokunststoffe als Baustein einer Nachhaltigen Wirtschaft“ der Workshop zum Thema „Nachhaltigkeitsbewertung von Biokunststoffen im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Anwendung“ in Stuttgart statt. Die Veranstaltung richtet sich a Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich Nachhaltigkeitsbewertung, sowie an Nachhaltigkeitsexperten aus Unternehmen, Verbänden, NGOs. Anmeldeschluss ist der 05.10.2016.

Ein Multi-Stakeholder-Prozess zur Entwicklung eines Systems zur Standardsetzung (NamiRo)

Jan 2015 bis Dez 2017

Ziel des Projektes ist es, ein Standardsetzungssystem zur Darstellung und Prüfung von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Gewinnung und Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen zu entwickeln sowie dessen Machbarkeit und Akzeptanz zu prüfen. Dabei sollen insbesondere die Auswirkungen und Chancen für die beteiligten Akteure untersucht werden. Dazu zählen auf der einen Seite zum Beispiel Bergbauunternehmen in Deutschland, die verarbeitende Industrie sowie Finanzunternehmen und Anleger mit Interesse an nachhaltigen Geldanlagen, auf der anderen Seite aber auch Verbraucherinnen und Verbraucher.

Konsumverhalten und Innovationen zur nachhaltigen Chemie am Beispiel von Produkten mit problematischen Inhaltsstoffen (KInChem)

Apr 2015 bis Mär 2018

 Laut der 2007 in Kraft getretenen EU-Chemikalien-Verordnung REACH hat die Industrie sicherzustellen, dass Chemikalien nur auf den Markt gelangen, wenn sie „die menschliche Gesundheit und die Umwelt nicht nachteilig beeinflussen“. Will man diese Ziele erreichen, ergeben sich Herausforderungen aus der Vielzahl existierender „problematischer“ Stoffe mit (öko)toxischem Gefährdungspotenzial sowie möglicher Stoff-Produkt-Kombinationen. Die Möglichkeiten staatlicher Akteure, generelle Verbote und Beschränkungen auszusprechen, reichen für die Zielerfüllung alleine nicht aus. Oft wissen Konsumentinnen und Konsumenten nicht, welche problematischen Stoffe in Produkten verarbeitet werden. Eine zielführende Handlungsalternative kann also darin bestehen, die Transparenz bezüglich problematischer Inhaltsstoffe von Produkten zu steigern. Wenn Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Kaufverhalten verstärkt danach ausrichten, welche Stoffe in rodukten wie Kosmetika, Textilien, Möbel etc. enthalten sind, reagiert der Handel, indem er sein Angebot anpasst. Daraus entstehen Impulse, die vom Endverbraucher ausgehend entlang der Wertschöpfungskette Anreize zum Austausch von problematischen Stoffen bei den Produkten und auch bei den Stoffproduzenten freisetzen. Darüber hinaus werden gesellschaftliche Such- und Lernprozesse in Gang gesetzt. Das erwähnte Anreizsystem kann sich nur dann voll entfalten, wenn ein „Brückenschlag“ vollzogen ist, der die aus wissenschaftlichen oder regulatorischen Kontexten stammenden Informationen zu problematischen Stoff- und Produkteigenschaften überhaupt erst für die Verbraucherinnen und Verbraucher erschließt. Zu diesem Zweck entwickelt das Vorhaben Lösungen.

Der Handabdruck: Ein komplementäres Maß positiver Nachhaltigkeitswirkung von Produkten

Jun 2015 bis Mai 2018

Wenn alle Menschen auf unserem Planeten den Lebensstil der westlichen Industrieländer führen würden, benötigten wir dazu mehrere Erden. Diese Aussage beruht auf dem Prinzip des ökologischen Fußabdrucks. Dieser Ansatz versucht, negative ökologische Auswirkungen von Individuen, Organisationen oder Ländern zu erfassen und messbar zu machen.  Der Handabdruck verfolgt ein gegensätzliches Ziel: Mit Hilfe dieses innovativen und ganzheitlichen Ansatzes werden positive ökologische und soziale Nachhaltigkeitswirkungen von Produkten bewertbar, messbar und kommunizierbar gemacht sowie in ihrer sozialen Dimension in Betrachtung gezogen. Während der weit verbreitete Fußabdruck also metaphorisch eingesetzt wird, um eine negative Belastung darzustellen, symbolisiert der Handabdruck das positive, gestalterische Management und das gezielte Steuern hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.