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Anwendung der Mehr-Ebenen-Perspektive auf Transitionen: Initiativen in den kommunal geprägten Handlungsfeldern Energie, Wasser, Bauen und Wohnen

Arbeitspapier/Bericht
Die anhaltenden Nachhaltigkeitsherausforderungen unserer Gesellschaft – sei es hinsichtlich des Energie- und Ressourcenverbrauchs oder der sozialen Gerechtigkeit – illustrieren die Notwendigkeit einer großen gesellschaftlichen Transformation, um entsprechend der Nachhaltigkeitsstrategie Deutschlands „eine tragfähige und gerechte Balance zwischen den Bedürfnissen der heutigen Generation und den Lebensperspektiven künftiger Generationen“ zu erreichen (Bundesregierung , 2012, S. 18; WBGU, 2011).

Evolution2Green: Publikation von Transformationsfeldstudien

Arbeitspapier/Bericht
Schema der Transformationsfeldanalysen in Modul 2

Transformationsfeldanalysen in Modul 2. Quelle: adelphi

Das Projekt Evolution2Green wird von adelphi gemeinsam mit dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und dem Borderstep Institut durchgeführt. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung thematisiert das Vorhaben Transformationspfade hin zu einer Green Economy und die Gestaltung von Pfadwechseln.

Werkstattbericht WohnMobil: Neue Geschäftsmodelle in der Wohnungswirtschaft?

Arbeitspapier/Bericht

In der strategischen Unternehmensplanung und in der Umgangssprache hat sich seit den 1990er-Jahren der Begriff „Geschäftsmodell“ etabliert, um die Funktionsweise eines Unternehmens zu beschreiben. Auch in der Nachhaltigkeitsforschung hat der Begriff mittlerweile Einzug gehalten. Doch was genau macht ein Geschäftsmodell aus? In einem jetzt erschienenen Werkstattbericht geben WissenschaftlerInnen des Projekts WohnMobil einen Überblick über wesentliche Elemente von Geschäftsmodellen.

„Prokonzier“: Ein Jahr lang Einblick in den Umgang mit Zierpflanzen in Haushalten

Veröffentlichungsdatum: 
01.09.2016

Ein Jahr lang wurden 30 verschiedenartige Teilnehmer‐Haushalte aus dem Rhein‐Main‐Gebiet regelmäßig besucht, um die Verwendung von Zierpflanzen umfassend zu beobachten. In einem interdisziplinären Ansatz wurden beispielsweise durch teilnehmende Beobachtung der Umgang der Verbraucher mit den Pflanzen, das Wohnumfeld sowie der Verwendungskontext von Pflanzen innerhalb der Haushalten erforscht. Dabei ging es sowohl um bereits in den Haushalten vorhandene Pflanzen als auch zusätzliche, vom Projektteam mitgebrachte Pflanzen, die somit in allen Haushalten gleichermaßen untersucht werden konnten.

Projekt WohnMobil online - Wohnen und Mobilität verknüpfen

Veröffentlichungsdatum: 
16.08.2016

Auf den Webseiten von wohnmobil-projekt.de werden ab sofort neue Erkenntnisse und Erfahrungen aus der Forschung zur sozial-ökologischen Transformation im Bereich Wohnen und Mobilität präsentiert. Das Projekt unter der Leitung des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung verfolgt das Ziel, einen Austausch zwischen innovativen Wohnungsunternehmen und Wohninitiativen anzuregen. Derzeit entstehen an vielen Orten Initiativen für neue Wohnformen, die soziale und ökologische Aspekte in den Vordergrund stellen. Sie sollen auf übertragbare Modelle hin untersucht werden.

Innovative Wohnformen und Mobilitätsdienstleistungen in Geschäftsmodellen verknüpfen Wohnungsunternehmen und -initiativen als Impulsgeber und Akteure des sozial-ökologischen Wandels (WohnMobil)

Jun 2015 bis Mai 2018

Ziel des Projekts ist es, innovative Ideen gemeinschaftlicher Wohn-und Mobilitätskonzepte für etablierte Wohnungsunternehmen anschlussfähig und wirtschaftlich tragfähig zu gestalten. Das Forschungsprojekt bietet zudem einen Wissenspool an, in dem erfolgversprechende Ideen und Konzepte versammelt sind. Es werden kurz- und mittelfristig tragfähige Geschäfts- und Umsetzungsmodelle erarbeitet, mit denen Wohnungsinitiativen und -unternehmen die Möglichkeiten nutzen können, die sich aus der Verknüpfung gemeinschaftlicher Wohn- und Mobilitätskonzepte ergeben. Als Ergebnis sollen Modelle für die Planung, Entwicklung und Umsetzung gemeinschaftlicher Mobilitäts-und Versorgungsdienstleistungen sowie Flächennutzungen entwickelt und erprobt werden. Diese Modelle werden im Projekt außerdem auf ihre ökonomische Tragfähigkeit und ihre ökologischen und sozialen Wirkungen hin bewertet.

Transitionsgestaltung für nachhaltige Innovationen – Initiativen in den kommunal geprägten Handlungsfeldern Energie, Wasser, Bauen & Wohnen (TransNIK)

Mai 2015 bis Apr 2018
TransNIK - Logo

Nachhaltiges Wirtschaften zielt auf eine Wirtschaftsweise, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit mit Umwelt- und Naturschutz sowie sozialer Inklusion und Gerechtigkeit verbindet. Um ein solches Wirtschaftssystem zu erreichen, ist eine tief gehende gesellschaftliche Transformation erforderlich. Eine solche beginnt jedoch unter Umständen als Innovation in Nischen. Dort wachsen diese Innovationen nach und nach, bis sie in manchen Fällen "reif" sind und langfristige und grundlegende Veränderungen bei bestehenden Ordnungen und Verhaltensmustern bewirken können. Innovative Ansätze in Richtung Nachhaltigkeit lassen sich in verschiedenen Bereichen beobachten, so auch in den klassischen kommunalen Handlungsfeldern Energieversorgung, Wasserver- und -abwasserentsorgung sowie Bauen und Wohnen. In TransNIK sollen Treiber und Hemmnisse für die Entwicklung und Verbreitung innovativer, nachhaltiger Ansätze in den drei Handlungsfeldern untersucht und zentrale Punkte für einen Übergang zu neuen Lösungen identifiziert werden.

Vom Klimaschutzkonzept zur zielgruppenorientierten Sanierungsoffensive: Strategien, Lösungsansätze und Modellbeispiele für dynamische Kommunen (Sandy)

Jan 2015 bis Dez 2017

Übergeordnetes Ziel des Projekts Sandy ist die Weiterentwicklung bestehender Instrumente der Umwelt-, Sozial- und Wohnungsmarktpolitik hin zu einer wirksamen Sanierungsoffensive von Wohngebäuden. Die angestrebte Sanierungsoffensive versteht sich dabei als Prozess, der die Interessen und Handlungsmöglichkeiten verschiedener Akteure für die energetische Wohngebäudesanierung einbezieht. Gleichzeitig wird ein Rahmen geschaffen, der es vielen Akteuren gemeinsam ermöglicht, den vielfältigen Wohngebäudebestand in Deutschland zu sanieren. Entsprechend beschränkt sich das Projekt nicht auf die technische Ebene der Wohngebäude, sondern bezieht die Verfügungsberechtigten, insbesondere ihre Motivationslage und ihren Handlungsspielraum, sowie weitere Akteure ein. Adressat der Forschung sind dabei vorrangig Kommunen.

Living Labs in der Green Economy: Realweltliche Innovationsräume für Nutzerintegration und Nachhaltigkeit (INNOLAB)

Mär 2015 bis Feb 2018

Das Leitbild der Green Economy stellt Investitionen in Nachhaltigkeitsinnovationen als Hebel für eine kohlenstoffarme, ressourceneffiziente und sozial inklusive Wirtschaft in den Vordergrund. Innovationsakteure stehen vor der Herausforderung, die steigende Dynamik und Komplexität gesellschaftlicher Veränderungen sowie des Innovationsgeschehens selbst zu adressieren. Living Labs sind Forschungs- und Innovationsplattformen, auf denen realweltliche Nutzungsvorgänge bereits in frühen Phasen des Innovationsprozesses "durchgespielt" werden können. Dadurch eröffnen sich Perspektiven für die Verbesserung der Marktakzeptanz, die Berücksichtigung von Rebound-Effekten sowie die Reduzierung von vermeidbarer Obsoleszenz.

Einer Living Lab-Infrastruktur in Deutschland wird ein großes Potenzial für die Entwicklung nachhaltiger Zukunftsmärkte zugeschrieben. Dementsprechend zielt das INNOLAB Projekt auf die Demonstration der Leistungskraft von Living Labs in der Green Economy ab. Unter Einbezug von Nutzerinnen und Nutzern sowie besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten (u.a. zu Rebound-Effekten und vermeidbarer Obsoleszenz) entwickeln und testen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in drei Living Labs (dem Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg, dem Innovative Retail Laboratory in Saarbrücken und den Praxlabs in Siegen) Assistenzsysteme für eine verbesserte Mensch-Technik-Interaktion in den drei Handlungsfeldern Mobilität, Wohnen und Einkaufen und konzipieren entsprechende Geschäftsmodelle. Zudem bauen die Projektpartner das nationale und internationale Netzwerk aus und entwickeln eine Roadmap zur Stärkung des Living Lab-Ansatzes im Forschungs- und Innovationssystem.

Der Handabdruck: Ein komplementäres Maß positiver Nachhaltigkeitswirkung von Produkten

Jun 2015 bis Mai 2018

Wenn alle Menschen auf unserem Planeten den Lebensstil der westlichen Industrieländer führen würden, benötigten wir dazu mehrere Erden. Diese Aussage beruht auf dem Prinzip des ökologischen Fußabdrucks. Dieser Ansatz versucht, negative ökologische Auswirkungen von Individuen, Organisationen oder Ländern zu erfassen und messbar zu machen.  Der Handabdruck verfolgt ein gegensätzliches Ziel: Mit Hilfe dieses innovativen und ganzheitlichen Ansatzes werden positive ökologische und soziale Nachhaltigkeitswirkungen von Produkten bewertbar, messbar und kommunizierbar gemacht sowie in ihrer sozialen Dimension in Betrachtung gezogen. Während der weit verbreitete Fußabdruck also metaphorisch eingesetzt wird, um eine negative Belastung darzustellen, symbolisiert der Handabdruck das positive, gestalterische Management und das gezielte Steuern hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.