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Das Reallabor als Forschungsprozess und -infrastruktur für nachhaltige Entwicklung - Konzepte, Herausforderungen und Empfehlungen

NaWiKo Working Paper
Das Foto zeigt das Titelbild des 1. NaWiKo-Synthesepapiers

Die große Transformation zur Nachhaltigkeit ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, für deren Bewältigung auch die Wissenschaft gefordert ist. Ein neues Format, um Wissenschafts-Praxis-Kooperationen auf Augenhöhe als Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu gestalten, ist das sogenannte Reallabor. Dort kommen Akteure aus Wissenschaft und Praxis zusammen, um gemeinsam Lösungen für ein realweltliches Nachhaltigkeitsproblem zu erarbeiten und auszuprobieren.

Neues COWERK-Arbeitspapier erschienen: Topologie, Typologie und Dynamik der Commons-Based Peer Production in Deutschland

Arbeitspapier/Bericht

Das Arbeitspapier beschäftigt sich mit folgenden Fragen:

  • Gibt es gemeinsame institutionelle Strukturen der Commons-Based Peer Production-Netzwerke in Deutschland?
  • Wie entwickelt sich ein Nutzer oder Peer zeitweilig in einem solchen Netzwerk?
  • Welche Form nimmt ein Innovationsprozess in einem solchen Netzwerk an, und welche Faktoren verhindern oder fördern Innovationen dort?

Mehr als Wohnen – soziale und ökologische Angebote gemeinsam gestalten

19. Oktober 2018

Der Boom gemeinschaftlicher Wohnformen (wie z.B. Junge Genossenschaften, Mehrgenerationen-Wohnen, Baugemeinschaften) macht aus Wohnungsunternehmen und Wohninitiativen Schlüsselakteure für nachhaltige Angebote rund um das Wohnen. Es entstehen ganz unter-schiedliche Möglichkeiten neue Mobilitätsangebote zu nutzen, gemeinschaftlich Räume und Flächen zu gestalten oder Gebrauchsgegenstände zu teilen sowie vor Ort zu reparieren Doch wie entstehen diese neuen sozial-ökologischen Dienstleistungen? Wie werden sie zu attraktiven Angeboten von Wohnungsunternehmen und -initiativen für ihre Mieter bzw. Mitglieder? Wie fördern sie die Nachhaltigkeit? Und wie können solche Dienstleistungen in die jeweiligen Organisations- und Geschäftsmodelle integriert werden?

Zur Diskussion der Ergebnisse und zur Vernetzung lädt das Forschungsprojekt „WohnMobil“ zur Abschlusstagung am Freitag, den 19. Oktober 2018 in Berlin ein.

Pressemitteilung Veranstaltungshinweis: Wie neuartige Unternehmensformen zur Wende der Ernährungswirtschaft beitragen können

Wie müsste sich das Ernährungssystem verändern, um nachhaltig und zukunftsfähig zu werden? Dieser Frage widmet sich am 6. Juli 2018 die Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts „nascent“. Das Projektteam stellt die Ergebnisse im Anthroposophischen Zentrum in Kassel im Gespräch mit Praxisakteuren und Expert*innen vor.

Transformative Unternehmen und die Wende in der Ernährungswirtschaft

06. Juli 2018
Nascent Event-Header

Mit dem neuen Jahrtausend ging auch eine Belebung der ökologischen Bewegung im Ernährungsbereich einher und dabei entstanden vor allem neue, transformative Unternehmen und Initiativen. Verändern diese die Konturen der urbanen Versorgung?

Das Projekt nascent stellt seine Ergebnisse im Gespräch mit Praxisakteuren und Expert * innen
zur Diskussion.

Plastik und Biokunststoff in der öffentlichen Wahrnehmung

Eine Umfrage des Projektes BiNa zeigt: Biokunststoffe sind bislang kaum bekannt und werden grund-sätzlich positiv bis unkritisch bewertet. Gleichzeitig wollen viele Menschen in Deutschland auf Plastik verzichten.

Abschlusstagung - TransKoll

14. Februar 2018
TransKoll - Logo

Die Veranstaltung richtet sich explizit an Unternehmen der Ernährungswirtschaft und verwandter Branchen, die mehr über ein Nachhaltigkeitsmanagement erfahren und den im Projekt entwickelten Prozess möglicherweise im eigenen Unternehmen nutzen wollen. Darüber hinaus sind Personen aus Wissenschaft, Verbänden und Politik, die sich für das Thema Nachhaltigkeit interessieren, herzlich eingeladen, an der Abschlusstagung teilnehmen.

Spring School - NAHGAST

19. März 2018 bis 23. März 2018
NAH_Gast-Logo

im Rahmen des Verbundprojekts Entwicklung, Erprobung und Verbreitung von Konzepten zum nachhaltigen Produzieren und Konsumieren in der Außer-Haus-Gastronomie – NAHGAST findet an der TU Berlin eine Springschool zum Thema „Nachhaltige Ernährung ermöglichen – durch Bildung für eine zukunftsfähige Außer-Haus-Gastronomie“ statt. Sie richtet sich an Studierende, Lehrkräfte sowie Promovend*innen.

Transformation des Ernährungssystems hin zu nachhaltigen Wirtschaften

27. November 2017

Am 27. November 2017 fand der Workshop "Transformation des Ernährungssystems hin zu nachhaltigen Wirtschaften" an der Fachhochschule Münster statt.

Forschungs- und Praxispartner*innen der Ernährungsverbundprojekte und weiterer thematisch relevanter Projekte aus der Fördermaßnahme Nachhaltiges Wirtschaften diskutierten gemeinsam

Abschlusskonferenz - Binka

16. Februar 2018
BINKA - Logo

Bei der Abschlusskonferenz des inter- und transdisziplinären Forschungsverbundprojektes Bildung für nachhaltigen Konsum durch Achtsamkeitstraining – BINKA  geht es um das Thema „Achtsamkeit und Nachhaltiger Konsum – Meditieren für den Planeten?“. Sie findet an der TU Berlin statt.

Transfer-Symposium - Spin

22. März 2018

Als Ergebnis des Forschungsprojekt Nachhaltiger Konsum: Bewusstsein und Kommunikationsstrategien (SPIN) untersuchen findet ein Transfer-Symposium zum nachhaltigen Konsum im Schulunterricht an der Universität Potsdam statt. Das Symposium soll einen Einblick in eine Pilotstudie an Brandenburger Schulen geben sowie eine Plattform für den gegenseitigen Austausch darstellen.

Abschlusskonferenz PeerSharing: Mit Sharing nachhaltiger wirtschaften?

30. November 2017
Jede und jeder dritte Deutsche ist bereit, Dinge übers Internet mit anderen zu teilen. Dies hat eine repräsentative Befragung des Forschungsprojekts PeerSharing gezeigt. Das Konsumverhalten vieler Menschen wandelt sich grundlegend: Nutzen wird wichtiger als Besitzen und das Teilen von Gütern zunehmend Ausdruck eines kollaborativen Lebensstils. Die Sharing Economy reicht von sozial orientierten Nachbarschaftsbörsen bis hin zu global agierenden und kommerziell ausgerichteten Vermittlungsunternehmen.

Der Handabdruck: Ein Ansatz zur Messung positiver Nachhaltigkeitswirkungen von Produkten.

Arbeitspapier/Bericht
Titelseite der Handabdruck-Publikation
Titelseite der Handabdruck-Publikation

Dieses Arbeitspapier gibt einen Überblick über die Ziele des Projektes Handabdruck, führt die Forschungsfragen auf und vermittelt ein Verständnis zum Konzept des Handabdrucks. Zudem werden die Erwartungen der Stakeholder an das Vorhaben dargestellt, die Bausteine der Rahmenmethode erläutert und erarbeitete oder ausgewählte Indikatoren vorgestellt.

„Wer einkauft, würde gerne Feedback geben – und zwar direkt am Supermarktregal“ - Interview zu „geplanter Obsoleszenz“

Veröffentlichungsdatum: 
19.05.2017
Porträt Stefan Schridde
Stefan Schridde, ARGE REGIO (Kooperationspartner im NaWi-Projekt INNOLAB) (c) Stefan Schridde

Vielen Produkten, die heute hergestellt, vertrieben und zu Konsumzwecken erworben werden, wohnt ein „geplantes Verfallsdatum“ inne: Fön oder Handmixer geben plötzlich den Geist auf, obwohl sie erst ein paar Jahre alt sind. Stefan Schridde nennt das „geplante Obsoleszenz“ oder kurz: Murks.

Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbraucherverhalten - Auswertung von NEMONIT zur Lebensmittelhaltbarkeit

Veröffentlichungsdatum: 
05.05.2017
ReFoWas - Logo

Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist in die Diskussion geraten  – wird es  tatsächlich von allen richtig verstanden oder führt es womöglich dazu, dass noch unverdorbene Lebensmittel im Müll landen? Im Rahmen des Forschungsprojektes REFOWAS (REduce FOod WASte) gehen Wissenschaftler des Max Rubner-Instituts daher u.a. der Frage nach, wie Verbraucher mit dem MHD umgehen.

Zur Pressemitteilung und weiteren Informationen:

Plattform Forschungswende bindet zivilgesellschaftliche Akteure bei Nawiko ein

Mär 2019

Seit Juli 2016 gehört Forschungswende zum Nawiko-Netzwerk: Die zivilgesellschaftliche Plattform unterstützt den Transfer wissenschaftlicher Ergebnisse in die organisierte Zivilgesellschaft und begleitet die zivilgesellschaftlichen Akteure.

Evolution2Green: Publikation von Transformationsfeldstudien

Arbeitspapier/Bericht
Schema der Transformationsfeldanalysen in Modul 2

Transformationsfeldanalysen in Modul 2. Quelle: adelphi

Das Projekt Evolution2Green wird von adelphi gemeinsam mit dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung und dem Borderstep Institut durchgeführt. Gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung thematisiert das Vorhaben Transformationspfade hin zu einer Green Economy und die Gestaltung von Pfadwechseln.

„Voluntary Simplifiers“ leben nachhaltiger dank bewusst reduzierten Konsums

Nach einer aktuellen repräsentativen Studie von Wissenschaftler*innen aus dem BMBF-Projekt „Strategien und Potenziale zur Initiierung und Förderung Nachhaltigen Konsums“ (SPIN) konsumieren 14,4 Prozent der erwachsenen deutschen Bevölkerung bewusst deutlich weniger, als sie sich finanziell leisten könnten. Hierbei handelt es sich um Personen, die international als Voluntary Simplifiers (freiwillig Genügsame) bezeichnet werden.

Fallstudie: "Vermeidung von Lebensmittelabfällen in der Verpflegung von Ganztagsschulen

Arbeitspapier/Bericht

Im Rahmen des Projektes wurden in elf Ganztagsschulen, an insgesamt 110 Verpflegungstagen, systematisch Lebensmittelabfälle erhoben. Die durchschnittlichen Lebensmittelabfälle über alle Schulen betragen 25 Prozent der Produktionsmengen. Die Bandbreite der Abfallquoten liegt bei den untersuchten Schulen zwischen 7 und 46 Prozent. Die Gesamtabfallmenge der bundesdeutschen Ganztagsschulen liegt bei rund 29.000t. Der Wert dieser Abfälle beträgt rund 60 Mio. Euro im Jahr.

Workshop: „E-Food als Geschäftsmodell für mehr Nachhaltigkeit“

25. Januar 2017
Am 25.01.17 findet in Witten der ILoNa Open Innovation Workshop statt: „E-Food als Geschäftsmodell für mehr Nachhaltigkeit“. Die Anmeldefrist ist der 18.01.17.

Werkstattbericht WohnMobil: Neue Geschäftsmodelle in der Wohnungswirtschaft?

Arbeitspapier/Bericht

In der strategischen Unternehmensplanung und in der Umgangssprache hat sich seit den 1990er-Jahren der Begriff „Geschäftsmodell“ etabliert, um die Funktionsweise eines Unternehmens zu beschreiben. Auch in der Nachhaltigkeitsforschung hat der Begriff mittlerweile Einzug gehalten. Doch was genau macht ein Geschäftsmodell aus? In einem jetzt erschienenen Werkstattbericht geben WissenschaftlerInnen des Projekts WohnMobil einen Überblick über wesentliche Elemente von Geschäftsmodellen.

Schädliche Inhaltstoffe – nein danke! App ToxFox führt zu verändertem Verbraucherverhalten

Veröffentlichungsdatum: 
26.10.2016
Im Sommer 2016 hat das Projekt KInChem eine Umfrage unter 7300 Personen durchgeführt, die die App ToxFox nutzen oder zumindest kennen. Die vom BUND im Jahr 2013 gestartete kostenlose App informiert NutzerInnen über schädliche Inhaltsstoffe, beispielsweise in Kosmetika, und wurde bereits über 1.000.000 Mal heruntergeladen. Wie die WissenschaftlerInnen herausfanden, hat die App erhebliche Auswirkungen auf das Konsumverhalten der NutzerInnen.

SPIN-Projekt testet neues Instrument zur Messung nachhaltigen Konsums: Verfügbarkeit und Preis von Produkten spielen wichtige Rolle

Veröffentlichungsdatum: 
26.10.2016
Nachhaltigkeit ist ein Attribut, mit dem heute viele Hersteller ihre Produkte bewerben – doch inwieweit beeinflusst dieses Kriterium die VerbraucherInnen tatsächlich beim Einkauf? Um nachhaltigen Konsum besser messen zu können, haben die wissenschaftlichen Partner des Projekts „Strategien und Potenziale zur Initiierung und Förderung Nachhaltigen Konsums“ (SPIN) ein neues Messinstrument entwickelt und gemeinsam mit dem GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) Verein getestet.

Umweltinnovationen und ihre Diffusion als Treiber der Green Economy

Veröffentlichungsdatum: 
12.09.2016

Für die Transformation zur Green Economy sind Umweltinnovationen in verschiedensten Branchen erforderlich. Diese Innovationen spielen eine Schlüsselrolle, um ambitionierte Umweltziele zu erreichen und sind zugleich ein wesentlicher Faktor, um die sehr gute internationale Wettbewerbsposition Deutschlands in Bereichen des Umweltschutzes zu halten. Daher ist es eine wichtige umweltpolitische Aufgabe, die grüne Innovationstätigkeit zu fördern.

Hierzu führt das Borderstep-Institut, Teilvorhabens-Koordinator im NaWi-Projekt Evolution2Green, ein Forschungsvorhaben für das Umweltbundesamt durch.

„Prokonzier“: Ein Jahr lang Einblick in den Umgang mit Zierpflanzen in Haushalten

Veröffentlichungsdatum: 
01.09.2016

Ein Jahr lang wurden 30 verschiedenartige Teilnehmer‐Haushalte aus dem Rhein‐Main‐Gebiet regelmäßig besucht, um die Verwendung von Zierpflanzen umfassend zu beobachten. In einem interdisziplinären Ansatz wurden beispielsweise durch teilnehmende Beobachtung der Umgang der Verbraucher mit den Pflanzen, das Wohnumfeld sowie der Verwendungskontext von Pflanzen innerhalb der Haushalten erforscht. Dabei ging es sowohl um bereits in den Haushalten vorhandene Pflanzen als auch zusätzliche, vom Projektteam mitgebrachte Pflanzen, die somit in allen Haushalten gleichermaßen untersucht werden konnten.

Strategien und Potenziale zur Initiierung und Förderung Nachhaltigen Konsums (SPIN)

Feb 2015 bis Jan 2018

Das Projekt stellt sich die Aufgabe, nachhaltiges Konsumentenverhalten zu analysieren und zu verstehen. Aus diesem differenzierten Verständnis sollen konkrete Empfehlungen zur Förderung nachhaltiger Konsumstile für die Wirtschaft und die Verbraucherpolitik abgeleitet werden. Dazu bedarf es belastbarer, insbesondere empirisch gesicherter Erkenntnisse über das Nachhaltigkeitsbewusstsein von Konsumentinnen und Konsumenten. Als Messinstrument wird die speziell zu diesem Zweck konzipierte Consciousness for Sustainable Consumption (CSC)-Skala an einem für Deutschland repräsentativen Datensatz eingesetzt, um das erforderliche Wissen zum nachhaltigen Konsum zu gewinnen.

Vom Klimaschutzkonzept zur zielgruppenorientierten Sanierungsoffensive: Strategien, Lösungsansätze und Modellbeispiele für dynamische Kommunen (Sandy)

Jan 2015 bis Dez 2017

Übergeordnetes Ziel des Projekts Sandy ist die Weiterentwicklung bestehender Instrumente der Umwelt-, Sozial- und Wohnungsmarktpolitik hin zu einer wirksamen Sanierungsoffensive von Wohngebäuden. Die angestrebte Sanierungsoffensive versteht sich dabei als Prozess, der die Interessen und Handlungsmöglichkeiten verschiedener Akteure für die energetische Wohngebäudesanierung einbezieht. Gleichzeitig wird ein Rahmen geschaffen, der es vielen Akteuren gemeinsam ermöglicht, den vielfältigen Wohngebäudebestand in Deutschland zu sanieren. Entsprechend beschränkt sich das Projekt nicht auf die technische Ebene der Wohngebäude, sondern bezieht die Verfügungsberechtigten, insbesondere ihre Motivationslage und ihren Handlungsspielraum, sowie weitere Akteure ein. Adressat der Forschung sind dabei vorrangig Kommunen.

Wege zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen (Refowas)

Mai 2015 bis Mai 2018

Laut einer Schätzung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) werden jährlich rund ein Drittel der weltweit produzierten Lebensmittel nicht für die menschliche Ernährung genutzt. Nachhaltige Entwicklung hin zu einer ´Green Economy´ setzt jedoch in erster Linie eine effiziente Nutzung von Ressourcen voraus. Lebensmittelabfälle verursachen aber sowohl bei der Produktion als auch bei deren Entsorgung Umweltbelastungen. Eine Reduktion dieser Abfälle kann daher in erheblichem Maße dazu beitragen, die mit Lebensmittelerzeugung und -konsum verbundenen Umwelt- und Ressourcenansprüche sowie Emissionen zu senken. Ziel des Projekts ist es, den Agrar- und Ernährungssektor entlang seiner Wertschöpfungsketten hinsichtlich der Entstehung von Lebensmittelabfällen und insbesondere des Anteils an vermeidbaren Abfällen zu analysieren. Darauf aufbauend wollen wir Strategien und Ansatzpunkte für Maßnahmen zur Abfallvermeidung bzw. -reduzierung identifizieren. Anhand von drei Fallbeispielen untersuchen wir Hemmnisse und Handlungsoptionen in der Praxis.

Living Labs in der Green Economy: Realweltliche Innovationsräume für Nutzerintegration und Nachhaltigkeit (INNOLAB)

Mär 2015 bis Feb 2018

Das Leitbild der Green Economy stellt Investitionen in Nachhaltigkeitsinnovationen als Hebel für eine kohlenstoffarme, ressourceneffiziente und sozial inklusive Wirtschaft in den Vordergrund. Innovationsakteure stehen vor der Herausforderung, die steigende Dynamik und Komplexität gesellschaftlicher Veränderungen sowie des Innovationsgeschehens selbst zu adressieren. Living Labs sind Forschungs- und Innovationsplattformen, auf denen realweltliche Nutzungsvorgänge bereits in frühen Phasen des Innovationsprozesses "durchgespielt" werden können. Dadurch eröffnen sich Perspektiven für die Verbesserung der Marktakzeptanz, die Berücksichtigung von Rebound-Effekten sowie die Reduzierung von vermeidbarer Obsoleszenz.

Einer Living Lab-Infrastruktur in Deutschland wird ein großes Potenzial für die Entwicklung nachhaltiger Zukunftsmärkte zugeschrieben. Dementsprechend zielt das INNOLAB Projekt auf die Demonstration der Leistungskraft von Living Labs in der Green Economy ab. Unter Einbezug von Nutzerinnen und Nutzern sowie besonderer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten (u.a. zu Rebound-Effekten und vermeidbarer Obsoleszenz) entwickeln und testen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in drei Living Labs (dem Fraunhofer-inHaus-Zentrum in Duisburg, dem Innovative Retail Laboratory in Saarbrücken und den Praxlabs in Siegen) Assistenzsysteme für eine verbesserte Mensch-Technik-Interaktion in den drei Handlungsfeldern Mobilität, Wohnen und Einkaufen und konzipieren entsprechende Geschäftsmodelle. Zudem bauen die Projektpartner das nationale und internationale Netzwerk aus und entwickeln eine Roadmap zur Stärkung des Living Lab-Ansatzes im Forschungs- und Innovationssystem.

Der Handabdruck: Ein komplementäres Maß positiver Nachhaltigkeitswirkung von Produkten

Jun 2015 bis Mai 2018

Wenn alle Menschen auf unserem Planeten den Lebensstil der westlichen Industrieländer führen würden, benötigten wir dazu mehrere Erden. Diese Aussage beruht auf dem Prinzip des ökologischen Fußabdrucks. Dieser Ansatz versucht, negative ökologische Auswirkungen von Individuen, Organisationen oder Ländern zu erfassen und messbar zu machen.  Der Handabdruck verfolgt ein gegensätzliches Ziel: Mit Hilfe dieses innovativen und ganzheitlichen Ansatzes werden positive ökologische und soziale Nachhaltigkeitswirkungen von Produkten bewertbar, messbar und kommunizierbar gemacht sowie in ihrer sozialen Dimension in Betrachtung gezogen. Während der weit verbreitete Fußabdruck also metaphorisch eingesetzt wird, um eine negative Belastung darzustellen, symbolisiert der Handabdruck das positive, gestalterische Management und das gezielte Steuern hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.