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Veröffentlichungsdatum: 
24.05.2017
Mode: Lisa Rammelkamp; Foto: Martin Pötter

In dem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt „Slow Fashion_Gestalterische, technische und ökonomische Innovationen für massenmarkttaugliche nachhaltige Angebote im Bedarfsfeld 'Bekleidung'“ befasst sich der Studiengang Modedesign der Hochschule Hannover mit der angewandten Entwicklung und Erprobung von nachhaltigen Design-Innovationen und -Methoden, die zur Erhöhung der Attraktivität und Verlängerung der Nutzungsdauer von Bekleidung führen.

Im Zentrum der Forschung stehen Strategien zu Vermeidung von Abfällen, zur Kreislauffähigkeit von Materialien und Produkten sowie innovative Produktionsverfahren. Teil des Projekts ist die Etablierung einer „Slow Fashion Werkstatt“, zur Vernetzung und gemeinschaftlichen Nutzung für Studierende zur Umsetzung der Designkonzepte und Projekte.

Bei den Laborgesprächen in der „Slow Fashion Werkstatt“ am 8. Mai werden Studierende eine Auswahl ihrer Projekte vorstellen, reflektieren und diskutieren. Dazu werden wir ausgewählte Akteure und Forschungspartner einladen. In lockerer Atmosphäre werden Materialien, Methoden, Experimente und Produkte präsentiert und anprobiert. Möglichkeiten zur Einbindung von Nutzern und Konsumenten in Designprozesse werden vorgestellt und diskutiert, mit dem Ziel der Motivation zu längerer Nutzung und höherer Wertschätzung von Bekleidung. Wie können Modedesigner Humor, Kreativität und Individualität in der Mode als Gegenmodell zur „perfekten Massenware“ anregen und den Nutzern helfen, mehr Wissen und Freude an Pflege, Tausch, Erhalt und Rückführung in den Kreislauf zu entwickeln?

Unter anderem werden folgende Projekte vorgestellt (dies ist eine Auswahl, die zu den Fotos passt, wir nehmen hier gerne noch Ihre Anregungen auf). Andere Projekte sind noch in der Entwicklung und befassen sich mit Themen wie Upcycling, DIY, Zero Waste, Haltbarkeit, Multifunktionalität etc.

Der Wollator

Das Projekt ist von einer Studierendengruppe in der Slow Fashion Werkstatt erdacht und umgesetzt worden. Flyer mit Text liegt vor, Fotos folgen nach der Aktion am Montag den 24.4.2017.

Still the Same

Die Masterarbeit von Lisa Rammelkamp hinterfragt, wie Bekleidung heutzutage produziert wird und zeigt mögliche Alternativen auf. Seit der Steinzeit wird Kleidung entweder gestrickt oder aus Stoffstücken zusammengenäht. Um den menschlichen Körper zu umhüllen, muss das fertige Kleidungsstück dreidimensional sein, doch die Materialien, die benutzt werden, liegen immer als Fläche vor. Inspiriert von Produktionstechniken aus anderen Industrien sind zwei Methoden, Bekleidung ohne Nähen oder Stricken herzustellen, erarbeitet und untersucht worden. Zusätzlich eröffnen die gemeinsam mit der Hochschule Reutlingen entwickelten Versuche neue Möglichkeiten für Materialien und erlauben eine Produktion ohne Abfälle.

Alkemia

Informationen und Fotos dazu unter: http://modedesign-studium.de/studienarbeiten/julia-eschment-alkemia